green

Steuerinfo

Kinderbetreuungskosten und die Steuer

Kinderbetreuungskosten können in Form eines Zuschusses vom Arbeitgeber getragen, oder in der eigenen Steuererklärung geltend gemacht werden…

Mehr >>


Erstattung von Beiträgen zum Kindergarten durch den Arbeitgeber

Gemäß § 3 Nr. 33 EStG kann der Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer Aufwendungen für die Unterbringung und Betreuung von nicht schulpflichtigen Kindern steuerfrei erstatten. Hierzu zählen Beiträge zu Kindergärten oder vergleichbare Einrichtungen. Ein solcher Zuschuss des Arbeitgebers muss zusätzlich zum ohnehin vertraglich geschuldeten Arbeitslohn geleistet werden. Die Umwandlung eines Teils des Regelgehaltes in einen Kindergartenzuschuss ist nicht begünstigt.

 

Geltendmachung von Kinderbetreuungskosten in der eigenen Steuererklärung

Ab dem Jahr 2012 können gemäß § 10 Abs. 1 Nr. 5 EStG Aufwendungen für die Betreuung von Kindern als Sonderausgaben geltend gemacht werden. Die bis zum Jahr 2011 geltenden Regelungen (Geltendmachung bei berufsbedingten Kosten im Bereich der Werbungskosten oder Betriebsausgaben) sind weggefallen. Es gibt “nur” noch den Sonderausgabenabzug, und zwar unabhängig davon, aus welchem Grund diese Kosten entstanden sind. Abzugsfähig sind zwei Drittel der Kosten, maximal aber 4.000 Euro je Kind.

Die in den Beiträgen enthaltenen Anteile für Verpflegung sind von untergeordneter Bedeutung, so dass keine Aufteilung der Beiträge erforderlich ist (BMF v. 19.1.2007, IV C 4 – S 2221 – 2/07, BStBl I 2007, 184, Rn. 4).

Grundsätzlich ist die Vermittlung besonderer Fähigkeiten (wie z.B. Sprachunterricht) nicht begünstigt; allerdings ist die spielerische Vermittlung von Grundkenntnissen einer Fremdsprache noch von der Begünstigung des § 10 Abs. 1 Nr. 5 EStG umfasst, so dass keine Kürzung der gezahlten Beiträge in dieser Hinsicht vorzunehmen ist.




Impressum